Erika Pinel, Worms



Geboren 1953 als eines von 6 Kindern

Verheiratet seit 1979 und immer noch, habe 2 Kinder in diese Welt gesetzt, die beide einen Beruf erlernt haben, aber damit unzufrieden sind.
Ich bin selbst gelernte Floristin...........ein, Beruf den ich mit Leidenschaft ausgeübt habe, aber der Verdienst ist erbärmlich!
Mein Mann ist Italiener (Venezianer), lebt und arbeitet seit 1976 in Deutschland.

Mit ihm habe ich 1979 in Worms ein Eiscafé übernommen, meinen 2 Kindern nebenbei versucht, eine gute Mutter zu sein (und er ein guter Vater dazu, der ganztags arbeiten mußte).
Arbeitstage von 16 Stunden waren keine Seltenheit, haben aber meistens noch Spaß gemacht.
Das hat sich verändert, heute ist die Arbeit verbissener-trauriger-unwürdiger !

Die Lebensschule hat mich mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammengeführt, von denen ich lernen und erfahren konnte, was fehlt im Leben und Arbeiten. Deshalb bin ich seit 2005 in der Kommunalpolitik aktiv. Von Bürgern, für Bürger !
Unabhängig, engagiert,glaubwürdig so der Wahlspruch----des Wormser Bürgerforums.

Auf Anhieb waren wir mit 3 Plätzen im Stadtrat. Bei den Sitzungen wird über vieles diskutiert und vieles zerredet, von dem wir wissen, das ist eh umsonst. Doch ich will dem Entgegentreten, nicht nur stummer Zuschauer sein. All die Menschen, die ich bei Unterschriftsaktionen angesprochen habe, die aufgegeben haben, die keinen Glauben mehr an die Politik haben, die ihren Kopf in den Sand stecken und nur sagen "die machen sowieso was sie wollen"; all den Menschen möchte ich hier und jetzt sagen, es ist fünf vor zwölf, wacht auf, laßt euch nicht länger ausbeuten und entwürdigen.

Durch eine Freundin kam ich an das Bedingungslose Grundeinkommen für alle, ich schaute sie an und sagte, "das ist es, darauf habe ich schon immer gewartet!!"
Als selbstständiger Kleinunternehmer steht man mit einem Bein immer vorm Nichts, vor der Pleite, vorm Ruin.
Was wäre es eine Sicherheit und Erlösung für alle Kleinunternehmer, ein Grundeinkommen - wieviel leichter und unbeschwerter würde die Arbeit sein. Wenn die Selbstständigkeit schief geht, kann ich immer noch meine Miete bezahlen, brauche nicht unter Brücken zu schlafen, werde nicht obdachlos. Der Staat wirbt jetzt mit neuen Modellen, die die Selbstständigkeit erleichtern sollen, wieviele Menschen, werden hier wieder in den Ruin gestürzt.
Wir leben von unserem Geschäft seit 30 Jahren, doch heute habe ich Angst, ob wir noch die nächsten Monate überstehen.
Was dann ??
Alles verkaufen, wen man einen Käufer findet, die Schulden, ich bin jetzt 56 Jahre, von was lebe ich im ALTER ?

Ich hoffe auf ein Alter in Würde, nicht in Armut ......
Das Bedingungslose Grundeinkommen, so schnell wie möglich !
Dafür möchte ich mich einsetzen, mit der Kraft die mir noch geblieben ist!


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(Stand: 16.02.09)