Veronika Scherf, Detmold
Jahrgang 1953, Tanzpädagogin-Tanztherapeutin
Seit 2003 lebe ich von Hartz IV. Ich arbeite in einer Grundschule. Dort
betreue ich Kinder bei den Hausaufgaben und biete Tanz&Bewegung an.
Von
meinem Verdienst darf ich 100,-€ behalten. Erniedrigungen, besonders von
Seiten des Arbeitsamtes, sowie der ständige Kampf über die Runden zu
kommen
nagen am Dasein, am Selbstwert etc. Täglich fahre ich bei jedem Wetter
12km
mit dem Fahrrad, um nicht auch noch das Busgeld auszugeben.
Zweimal wurde ich von meinem Berater beim Arbeitsamt angesprochen, dass
er
mich ans Fließband stellen kann, nur weil ich mich äußerte und mir ein
wenig
mehr Menschenkenntnis von den Mitarbeitern des Arbeitsamtes wünschte. Ich
sprach mit dem Geschäftsführer und am 25. Februar hatte ich einen Termin
beim
Ombudsmann. Am Anfang ging ich voller Angst und geduckt ins Arbeitsamt.
Heute weiß ich mich zu wehren.
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(Stand: 15.02.09)